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Impressionen vom 15. Holzenergie-Symposium

 

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ETH Zürich, Stadtansicht, Foto: Gian Marco Castelberg, 22.07.2016

Prof. Dr. Thomas Nussbaumer begrüsste am 14. September 2018 170 Teilnehmer zum 15. Holzenergie-Symposium und führte durch die Tagung. Die 15. Veranstaltung stand unter dem Fokus der Integration von Holz in thermische Netze und der Rolle von Biomasse für die künftige Energieversorgung. Daneben wurden Neuerungen zur Luftreinhalte-Verordnung, der Ascheentsorgung sowie zur Wärme- und Stromerzeugung vorgestellt.

 

Christoph Plattner vom Bundesamt für Energie zeigte auf, dass Holz in der Schweiz rund 10 % des Wärmebedarfs oder 4.5 % des Energieverbrauchs deckt. Für die nächsten Jahrzehnte sieht der Bund eine Chance in thermischen Netzen, die nebst Energieholz auch Abwärme nutzen und zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Im Sinne der Sektorkopplung sollen fossile Energien in allen Bereichen durch erneuerbare ersetzt werden, also auch für Elektrizität, in der Industrie und im Verkehr. Der Schwerpunkt liegt auf der direkten Substitution durch Stromproduktion, Elektromobilität und Wärmepumpen. Der Einsatz von Power-to-Gas-to-Power wird als ineffizient und teuer bewertet.

 

Prof. Dr. Hanspeter Eicher leitete konkrete Konsequenzen ab. Er schätzt den künftigen Bedarf für Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme bis 1000°C auf 60 bis 70 TWh pro Jahr, wovon 26 TWh auf Prozesswärme entfallen. Eicher plädiert dafür, Energieholz und andere Biomasse nur dort für Raumwärme zu nutzen, wo keine lokalen Energiequellen wie Umgebungswärme aus Gewässern und Abwärme verfügbar sind. Biomasse ist der einzige erneuerbare Energieträger, mit dem direkt Prozesswärme bereitgestellt werden kann. Eicher leitete die Forderung ab, dass die Hälfte des heute für Fernwärme genutzten Holzes künftig für Prozesswärme oder zur Stromerzeugung mit Wärme-Kraft-Kopplung (WKK) eingesetzt werden soll und damit rund 80 % des Prozesswärmebedarfs decken kann. Für Biogas zeigte er auf, dass die Produktion von Biomethan für den Verkehr nur halb so viel Nutzen bringt wie die Verwertung in einer WKK-Anlage.

 

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